2004 | 68′ | 35mm | Language: Khmer, French, German, English

Money or Blood

The film „Money or Blood“ shows the clash of two health systems in Cambodia built on conflicting philosophies.
2004 | 68′ | 35mm | Language: Khmer, French, German, English

World Sales

Director

Georges Gachot

Producer

Gachot Films

Coproduced with
Teleclub AG
RTS – SRF – SSR SRG Idee Suisse

Partner

Succes Passage Antenne
Musikvertrieb AG

Co-Produced by
TELECLUB AG
TSR – SSR SRG Idée Suisse

Special thanks to

Swiss International Air Lines
Thai Airways International
Martin WITZ
Laurent GROSS
Dr. Kuhn SENG, Chief doctor Kampong Cham Hospital
SF DRS, excerpt from the‚“Swiss Awards“ 2003
Dr. Peter STUDER

CAST

Gérard Depardieu
Carole Bouquet

CREW

DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY
Matthias Kälin
Giorgio Zehnder
Patrice Cologne

SOUND MIXERS
Dieter Meyer
Andreas Litmanowitsch
Benedikt Fruttiger

PRODUCTION ASSISTANT
Nina Kälin

TRANSLATOR ON LOCATION
Huot Channa
Commentary
Claude Muret, Georges Gachot

EDITOR
Anja BOMBELLI

SOUND DESIGN & RE-RECORDING MIXER
Jürg Vin Allmen C.A.S.

SOUND DESIGN ASSISTENT
Patrick Storck

TRANSKRPTION
Nathalie Steiner

SPEAKER
Roberto BARGELLINI

TRANSLATORS
Sereikud BUNCHAY (Khmer)
Savy SDOEUNG (Khmer)
Kanika CHHIM-BUOY (Khmer)
Tania BRASSEUR-WIBAUT (French)
Nicole CARNAL (German)
Gary Massey (English)

DRIVERS
Nath TAO (Siem Reap)
Mr. RAMBO (Phnom Penh)
Prun BUNTHCEUN

GUIDES
Bun yay KOUNKOR

Awards and nominations

Screenings and festivals

Festivals
FIPA 2004
Solothurner Filmtage 2004

TV Broadcasting
TSR, Temps présent 2004
TV5 Temps présent 2005
NHK – Japan
TV – Irland

Money or Blood

The film „Money or Blood“ shows the clash of two health systems in Cambodia built on conflicting philosophies.

In Cambodia, as in all the poor countries of the world, the WHO and UNICEF have for the past 25 years favoured a type of medicine based on „primary health care“.

For 11 years, the Swiss pediatrician Beat Richner, alias Beatocello, has been championing another vision of humanitarian medicine. The three hospitals he has set up in Cambodia meet European standards and today care for 80% of the country’s sick children. 4.5 million children have already been treated there.
The film „Money or Blood“ shows the clash of two health systems built on conflicting philosophies. For the first time, a camera takes us inside the Cambodian public health service (supported by international organisations) and enables concrete comparisons to be made. Georges Gachot’s film brings the impassioned debate between these two worlds into the open and casts new light on a situation which for too long has remained hidden from the public gaze.

INTERNATIONAL PRESS

FRENCH

RTS 1 „TEMPS PRESENT“ 8 avril 2004 / TSR 1, 20.05 heures

En traçant le portrait de Beat Richner, L’argent ou le sang met en lumière l’existence d’une médecine à deux vitesses. Un reportage passionnant qui pointe certains dysfonctionnements de l’humanitaire. 

TV8 (alexandra.lombardl)  Un médecin au Cambodge

L’argent ou le sang, le reportage diffusé ce soir par Temps présent, pose, dès les premières images, discrètement son sujet. Beat Richner, un médecin suisse directeur de trois hôpitaux au Cambodge, transformé en guide pour l’occasion, fait faire une visite d’un de ses lieux de travail à Gérard Depardieu et Carole Bouquet. En voix off, un narrateur explique que si le médecin prend autant de temps pour ses célèbres hôtes, c’est que, sans dons privés, il ne pourrait pas exercer sa profession. Ici, les soins sont gratuits, ce qui n’est pas le cas dans les hôpitaux gouvemementaux gérés par Médecins sans frontières. 

Une gratuite et un fonctionnement qui deviennent, qui au cours de ce reportage, emblématiques de la conception de la médecine de Beat Richner, à l’opposé de celle des organisations internationales. Pour lui, la médecine se doit d’être accessible à tous et surtout semblable à celle pratiquée dans les pays dits civilisés, ce qui, dit-il, est considéré comme «un luxe pour la communauté internationale». Pour lui, un enfant cambodgien mérite autant de soins qu’un enfant suisse; surtout, il doit être rapidement soigné «parce qu’il n’a qu’une vie» et ne doit pas être tributaire d’une vision à long terme d’une médecine en voie de développement.

 Pour arriver à ses fins il soigne, aujourd’hui, dans des hôpitaux modernes, avec un staff tres bien formé, 80% des enfants cambodgiens -, il dit avoir deux secrets: agir seul, «sans attendre les décisions de Genève, Berne ou New York>, et payer correctement son personnel. Pourtant, son budget annuel (20 millions de francs) n’est pas comparable à celui des hôpitaux de MSF. Mais, accuse-t-il, comme beaucoup de gens se sucrent au passage, seuls 2,7 de ces 68 millions sont réellement versés et parviennent jusqu’aux structures de soins. De réels disfonctionnements qui, comme beaucoup d’autres, sont dénoncés dans cet excellent reportage.

GERMAN

BIELER TAGBLATT (Rolf Breiner)

Hollywood zum Trotz: Schweizer Film lebt

Ungebrochenes Interesse am Schweizer Film-Tendenz steigend. Eine Bilanz der abgeschlossenen 39. Solothurner Filmtage: eine Topp Auswahl der Dokumentarwerke….Beim Blick zurück auf mehr als 160 Schweizer Filme, auf Preise und Verleihungen, Gesprächsrunden, Promotions- und Begleitveranstaltungen sollen 3 Aspekte herausgestrichen werden.1. Der Schweizer Dokumentarfilm zeigt sich engagiert und angriffig aufklärisch wie lange nicht mehr: Der gute Mensch von Kambodscha, Beat „Beatocello“ Richner, Beispielweise, nimmt kein Blatt vor Mund in der Dokumentation „Geld oder Blut“ von Georges Gachot. Doch nicht nur in diesem Werk gehen einem die Augen auf.

ZEITUNG IM ESPACE MITTELLAND (Marc Wehrlin )

Wenn es heikel und brisant wirdGeld oder Blut, Landhaus 17.30 Uhr.Der Regisseur Georges Gachot zeigt in seinem Film auf was alles passieren kann, wenn zwei unterschiedliche Auffassungen über das Gesundheitswesen aufeinander Prallen: Dann wird es heikel und brisant. Gachot thematisiert am Beispiel des Kinderarztes Beat Richner (tätig in Kambodscha) die medizinische Versorgung in Drittweltländern in einem serh gut gemachten Film.

NZZ (Andrea Spalinger)

Im Kampf für die Kinder Kambodschas“Geld oder Blut“ von Georges Gachot

Der Untertitel des neuen Dokumentarfilms des in Zürich lebenden französischen Filmemachers Georges Gachot, „Welche Medizin für die Armen dieser Welt?“, ist leicht irreführend. Denn die Frage stellt sich für den Regisseur eigentlich gar nicht mehr; er hat sie längst beantwortet. In „Geld oder Blut“ blickt er nicht als unbeteiligter Aussenstehender auf ein fremdes Land und dessen Gesundheitssystem. Sein bereits dritter Film über Beat Richner ist vielmehr ein engagiertes Plädoyer für die Arbeit des Schweizer Kinderarztes in Kambodscha. 

Dabei gelingt es Gachot schnell, auch den Zuschauer auf seine Seite zu ziehen. Der Kinobesucher kehrt nach einer Stunde in einer fremden Welt beeindruckt zurück; beeindruckt vom selbstlosen Engagement des Arztes wie auch vom tadellosen Funktionieren seiner Kliniken in einem äusserst schwierigen Umfeld. Der Auftritt Gérard Depardieus, der sich hier von Richner durch eines der Kantha-Bopha-Spitäler führen lässt, wirkt allerdings ziemlich unmotiviert. „Hauptdarsteller“ ist Beat Richner, alle anderen Figuren sind ersetzbare Nebendarsteller, und so gewinnt man den Eindruck, dass der französische Filmstar vor allem deshalb eingesetzt wurde, um mit seinem Namen mehr Zuschauer ins Kino zu locken. 

Bereits 1975 hatte Beat Richner als junger Arzt ein Praktikum in Kambodscha absolviert. 1991 kehrte er in das durch die Terrorherrschaft der Roten Khmer und einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg versehrte Land zurück und baute drei Kinderspitäler auf. Die Kosten in der Höhe von jährlich 15 Millionen Dollar werden hauptsächlich durch private Spendengelder getragen. Der etwas martialisch anmutende Titel des Films nimmt denn auch Bezug auf die Bitte des Cellisten Richner an seine Zuhörer nach einem seiner Konzerte, Geld oder Blut zu spenden. 

Jährlich werden in Phnom Penh und Siem Reap 50 000 Kinder stationär und 600 000 weitere ambulant behandelt. Eltern aus allen Teilen des Landes suchen die Kliniken des Schweizer Kinderarztes auf, weil dieser oft als Einziger in der Lage ist zu helfen. Das staatliche Gesundheitssystem befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Armut und weitverbreitete Korruption haben zur Folge, dass die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hat. Seine jahrelangen Erfahrungen in Indochina haben Richner zu einem erbitterten Kritiker der WHO, der Unicef und anderer internationaler Hilfsorganisationen werden lassen. Diese propagieren in Kambodscha wie auch in anderen Entwicklungsländern eine „Basisversorgungsmedizin“ und lehnen Richners Kliniken – die kostenlose Behandlung auf westlichem Niveau bieten – als längerfristig nicht finanzierbaren Luxus ab. In den von der WHO unterstützten staatlichen Spitälern werden aus Gründen der Kosteneffizienz allerdings Medikamente verschrieben, die in Europa seit Jahrzehnten verboten sind. Ebenso werden den Patienten dort Blutkonserven verabreicht, die nicht auf HI- und Hepatitis-Viren getestet wurden. Im Zentrum des Films steht der Grundsatzstreit zwischen zwei gegensätzlichen Philosophien der Entwicklungshilfe – und Gachot bezieht hierbei klar Stellung.

DER BUND, (Andreas Berger)  • Einsatz für Dr. PC 80-60699-1

Im Dokumentarfilm „Geld oder Blut“ beschäftigt sich Georges Gachot zum vierten Mal mit Beat Richner. 

Nur Propaganda ist nicht angestrebt: Im neuen Werk über den engagierten Kinderarzt Beat Richner kommen auch Kritiker zu Wort.

Der Titel klingt nach hartem Thriller- oder Horrorkino, und tatsächlich gibt der Protagonist in der Ouvertüre wie in den Schlussminuten des Films „Geld oder Blut“ markante Worte von sich. „Es ist eine furchtbare Situation, und manchmal wird man aggressiv“, sagt er am Anfang. „Die Jungen sollen Blut spenden, die Alten Geld“, heisse die Devise bei seinen Konzerten, gesteht er am Ende. 

Pragmatische Philosophie

Kein Zweifel, der seit vielen Jahren in Kambodscha tätige und im letzten Jahr zum „Schweizer des Jahres“ gewählte Arzt Beat „Beatocello“ Richner weiss sich pointiert auszudrücken und pflegt eine pragmatische Arbeitsphilosophie. Bei Engpässen infolge Epidemien beispielweise müssen auch die Ärzte und Krankenschwestern zu Blutspenden antreten. Schreibarbeiten muss das Personal in seinen drei Spitälern inmitten der Patienten erledigen. „Wir haben“, sagt Richner, „keine Büros. Die Schwestern sind 24 Stunden inmitten der Kranken. Wir haben hier kein Verrechnungssystem, wir müssen keine Rechnungen schreiben.“ Diesen Gedanken entwickelt der Mediziner, der an Benefizabenden als singender -Doktor PC 80-60699-1- auftritt, in Georges Gachots Dokumentarfilm weiter zu einer Vision, die in hiesigen Ohren ketzerisch klingen muss: „Es hat niemand eine Versicherung in diesem Land. Eine IV gibt es nicht, und eine Suva auch nicht. Ich habe mir schon überlegt, ob die Medizin in der Schweiz nicht billiger käme, wenn man alles abschaffen würde, die Suva, die IV, die Krankenkassen, und Patienten gratis behandeln und allen Ärzten ein Salär geben würde, wie wir es hier machen.“ 

Ein „Luxusmediziner“ ?

Eindrücklich in Gachots Film sind die Zahlen: Täglich werden in Beat Richners Krankenhäusern um die 3000 Kinder behandelt, seit Beginn seines Wirkens in Kambodscha sind über viereinhalb Millionen Patienten betreut worden. Nur etwa 50 von 950 Ärzten überlebten die Schreckensherrschaft des 1979 gestürzten Pol-Pot-Regimes, doch irrt, wer meint, Richner werde an seinem Wirkungsort frenetisch gefeiert. Kambodscha ist in den Augen von Organisationen wie Unicef und der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Drittweltland, und in solchen Ländern werden nur so genannt „sanfte und nachhaltige Projekte“ gefördert. „Wir setzen uns ein für Information, für Prävention“, sagt ein Genfer Unicef-Vertreter und räumt sogleich Zweifel an seiner Tätigkeit ein: „Kambodscha und Laos sind die beiden einzigen Länder in Südostasien, wo die Spitäler fast ebenso gefährlich sind wie die Umgebung, aus der die Kinder kommen. Es ist ein wenig wie in Afrika, wo man sagt: Wenn du sterben willst, geh ins Spital.“ Vom Wirken der grossen Wohltätigkeitsorganisationen hält der von Kritikern als -Luxusmediziner- geschmähte Beat Richner wenig: Ein Drittel der Spendengelder werde in derartigen Institutionen für die eigene Verwaltung verbraucht, ein Drittel gehe an den lokalen Gouverneur, ein Drittel versickere im Gesundheitsministerium. Besonders wütend macht Richner, dass in den staatlichen Gesundheitszentren Kambodschas noch heute Medikamente abgegeben werden, die in Europa und Nordamerika zum Teil seit über drei Jahrzehnten verboten sind. 

Klar verteilte Sympathien

Der Film -Geld oder Blut- liefert harte Fakten und lässt nebst Richner-Bewunderern wie den französischen Leinwandstars Gérard Depardieu und Carole Bouquet auch Kritiker zu Wort kommen. Wo die Sympathien des Autors liegen, ist von Anfang an klar vor seinem jüngsten Werk hat Georges Gachot bereits drei Reportagen über Beat Richners Spitäler realisiert. Schön wäre es, wenn der Film dazu beiträgt, dass auch Bangladesh, Afghanistan und andere arme Länder einen Beat Richner finden könnten.

WWW.BLUEWIN.CH (Stefan Gubser)

Rastloser Kämpfer gegen den Tod

Ein Dokumentarfilm über das Wirken des Schweizer Arztes Beat Richner, der seit Jahren in Kambodscha versucht, Ärmsten dieser Welt zu helfen. Das Porträt eines wirklich guten Menschen. Und mehr als das. 

Kinderarzt und Musiker Beat Richner – die Schweiz kennt ihn spätestens, seit sie ihn vor Jahresfrist zum Mann des Jahres gewählt hat – ist ein Mann mit der Kraft eines Herkules, mit dem Dickkopf eines Christoph Blocher und dem Geschäftssinn eines Daniel Vasella, ein Robin Hood der Neuzeit, ein Albert Schweizer mindestens im Taschenformat. Ein Mann mit grossem Kopf und noch viel grösserem Herz. Was dieser Mann in Kambodscha geschaffen hat? Es ist in Worte kaum zu fassen: Drei Kinderspitäler geplant, finanziert und gebaut und unzählige Menschen vor dem, jawohl, Verrrecken bewahrt, und das trotz allerwidrigster Umstände.

«Geld oder Blut» ist – als ob das nicht genug wäre – mehr als ein Porträt von Werken und Wirken des Beat Richner. Georges Gachot, Franzose, in der Schweiz ausgebildeter Ingenieur und seit Mitte der 80er Jahre emsiger Dokfilmer mit viel Liebe für die klassische Musik, thematisiert an und mit dem Schweizer Fast-Übermenschen Richner die komplexe Frage nach dem «Wie» der medizinischen Versorgung, die einem Armenhaus wie Kambodscha angemessenen ist: Soll man, wie dies WHO, Unicef und «Medecins sans frontières» für richtig halten, sich auf die so genannte «Basisversorgungsmedizin» beschränken, will polemisch heissen, nicht viel mehr tun, als die Menschen gegen Tuberkulose impfen und zum Händewaschen anhalten, oder soll man versuchen, und das ist Richners Denken und Handeln, auch in einem Land wie Kambodscha eine humanitäre Medizin westeuropäischen Zuschnitts anzuwenden? 

Vielleicht liegt paradoxerweise in Gachots grosser Nähe zu Richner (er dokumentiert des Doktors Wirken seit Mitte der 90er Jahre mit der Kamera) die einzige Schwäche eines eindrücklichen Films. Nicht nur Beat Richner hat ja, so zeigen gerade auch die Statements der Nicht-Richners, Gutes im Sinne. Aber Richner, und dafür muss man ihn lieben, will es hier und jetzt, weil, so wird er zu betonen nicht müde, der Tod kein morgen kennt, kein Warten, wenn das Dengue-Fieber wütet und die Tuberkulose tobt, während die grossen Organisationen stärker auf eine nachhaltige Entwicklung setzen, ihr Wirken weniger an die Kraft eines einzigen Menschen zu binden suchen. 

Aber wer möchte das Haar in einer Suppe suchen, die fraglos tadellos zubereitet ist und noch fragloser vor allem Eines will: Die Menschen, denen es vergönnt ist, sich Richners Kampf gegen den Tod in der wohligen Geborgenheit eines Kinosaals anzuschauen, zur Unterstützung anhalten. So gesehen können Sie sich den Gang ins Kino Ihres Vetrauens sparen. Vorausgesetzt, sie spenden dem Richner etwas: Geld oder Blut.

MIGROS-MAGAZIN (Michael West) Arzt der Ärmsten

Wir verschenken einen packenden Film über den Kinderarzt Dr. Beat Richner.

Exklusiv in der Migros: Die DVD «Geld oder Blut» über den Mediziner und Musiker Beatocello.Der französische Superstar Gérard Depardieu gilt nicht gerade als schüchterner Mensch. Doch jetzt hat es ihm die Sprache verschlagen. Stumm und beeindruckt lässt er sich vom Schweizer Arzt Beat Richner alias Beatocello durch ein Kinderspital in Kambodscha führen. 

Die Szene stammt aus dem packenden Dokumentarfilm «Geld oder Blut». So aufgewühlt wie der grosse Schauspieler Depardieu haben auch viele Zuschauer reagiert, als sie dieses Werk im Kino sahen. Jetzt gibts den Film auf DVD – exklusiv in der Migros. Wir verschenken 50 der DVDs an unsere Leserinnen und Leser (siehe unten). 

Kämpferischer Arzt

Der Film zeigt das riesige Lebenswerk des Zürcher Mediziners Beat Richner: Im südostasiatischen Entwicklungsland Kambodscha hat er seit 1991 in unermüdlicher Arbeit drei Spitäler aufgebaut. Jedes Jahr werden dort 12 000 Kinder operiert, 64 000 hospitalisiert und weitere 600 000 ambulant behandelt – und dies gratis. In seinen Spitälern praktiziert Richner Heilkunst auf westlichem Niveau. Das steht im Gegensatz zur Strategie der Weltgesundheitsorganisation WHO, die in Entwicklungsländern so genannte Basisversorgungsmedizin fördert. 

Beat Richner ist von seinem Modell überzeugt. Er fragt herausfordernd: «Ist das Leben eines kambodschanischen Kindes weniger wert als dasjenige eines Kindes aus der westlichen Welt?» 

Der kämpferische Kinderarzt ist auch ein begeisterter Cellist. Nach seinen Konzerten, die er unter dem Künstlernamen Beatocello gibt, bittet er das Publikum jeweils um einen Beitrag für seine Spitäler. Die jüngeren Zuhörer sollen Blut spenden, die älteren Geld. Daher der emotionale Filmtitel «Geld oder Blut». 

Kein Zweifel: Beat Richner ist ein ganz besonderer Arzt. Wer diesen aussergewöhnlichen Menschen, seine Arbeit und seine Philosophie kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt «Geld oder Blut» ansehen. 

SCHWEIZER ILLUSTRIERTE Dr. Beat Richner: Hoffnung für die Kinder Kambodschas

Kambodscha hat zwei Gesundheitssysteme; doch nur eines funktioniert. Dank Dr. Beat Richner.Kaum Medikamente, kaum Material, kaum Geräte. In den Gesundheitszentren und öffentlichen Spitälern Kambodschas herrscht gähnende Leere. Sie werden zwar über das Gesundheitsministerium von internationalen Organisationen unterstützt, doch es fehlt an allem. Die Betreuung beruht auf dem Prinzip der Basisversorgung: billige Medizin für arme Länder. Eine ganz andere Vision hat der Schweizer Kinderarzt Dr. Beat Richner. In seinen drei Spitälern in Siem Reap und Phnom Penh wird Medizin mit europäischem Standard betrieben. «Luxusmedizin. Zu wenig nachhaltig», schimpfen Kritiker. «Jedes Kind hat nur ein Leben. Es zählt, was jetzt passiert», kontert Richner. Nach seinen letzten zwei Filmen über den Kinderarzt («Bach at the Pagoda», 1997; «And the Beat Goes On», 2000) lässt Georges Gachot (Regie) in Geld oder Blut die beiden Gesundheitssysteme aufeinander prallen. Er deckt schonungslos die heutige Situation auf, spricht mit dem Gesundheitsminister, zeigt die Leidenden ; die Kinder.

In Geld oder Blut dokumentiert Georges Gachot auch den Besuch des französischen Schauspielerpaars Gérard Depardieu und Carole Bouquet in Kambodscha. Beide setzen sichseit Jahren für den nimmermüden Dr. Beat Richner ein. In Frankreich übernehmen sie eine Art Botschafter-Rolle für seine Projekte. Auch die Schweizer Illustrierte unterstützt den neuen Dokumentarfilm Gachots; sie ist Medienpartnerin. Geld oder Blut Kambodscha, 2003, V: Columbus Film AG L: 68 Min., R: Georges Gachot, D: Dr. Beat Richner, Gérard Depardieu, Carole Bouquet. Ab 29. Januar im Kino

MUSIC LIST

All Music Performed by Beat „Beatocello“ Richner

Cello Suite No. 3, Prélude

Cello Suite No. 1, Prélude (From CD „Bach at the Pagoda“)

Song ‚Doctor PC – 80-606 99.1

World Sales

Director

Georges Gachot

Producer

Gachot Films

Coproduced with
Teleclub AG
RTS – SRF – SSR SRG Idee Suisse

Partner

Succes Passage Antenne
Musikvertrieb AG

Co-Produced by
TELECLUB AG
TSR – SSR SRG Idée Suisse

Special thanks to

Swiss International Air Lines
Thai Airways International
Martin WITZ
Laurent GROSS
Dr. Kuhn SENG, Chief doctor Kampong Cham Hospital
SF DRS, excerpt from the‚“Swiss Awards“ 2003
Dr. Peter STUDER

CAST

Gérard Depardieu
Carole Bouquet

CREW

DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY
Matthias Kälin
Giorgio Zehnder
Patrice Cologne

SOUND MIXERS
Dieter Meyer
Andreas Litmanowitsch
Benedikt Fruttiger

PRODUCTION ASSISTANT
Nina Kälin

TRANSLATOR ON LOCATION
Huot Channa
Commentary
Claude Muret, Georges Gachot

EDITOR
Anja BOMBELLI

SOUND DESIGN & RE-RECORDING MIXER
Jürg Vin Allmen C.A.S.

SOUND DESIGN ASSISTENT
Patrick Storck

TRANSKRPTION
Nathalie Steiner

SPEAKER
Roberto BARGELLINI

TRANSLATORS
Sereikud BUNCHAY (Khmer)
Savy SDOEUNG (Khmer)
Kanika CHHIM-BUOY (Khmer)
Tania BRASSEUR-WIBAUT (French)
Nicole CARNAL (German)
Gary Massey (English)

DRIVERS
Nath TAO (Siem Reap)
Mr. RAMBO (Phnom Penh)
Prun BUNTHCEUN

GUIDES
Bun yay KOUNKOR

Awards and nominations

Screenings and festivals

Festivals
FIPA 2004
Solothurner Filmtage 2004

TV Broadcasting
TSR, Temps présent 2004
TV5 Temps présent 2005
NHK – Japan
TV – Irland